Übersicht 2023

Erste Abstracts und Workshops

Unsere Vorträge

Dr. Maren Mittelhammer

Zahnärztin

Die meisten Ratgeber für die Schwangerschaft und Stillzeit empfehlen bereits in der Kinderwunschphase eine gründliche zahnärztliche Untersuchung, um etwaige Baustellen zu beseitigen, bevor in Schwangerschaft oder Stillzeit dahingehend Handlungsbedarf entsteht.

Dennoch stellt sich immer wieder die Frage, wie beim Eintreten des unerwünschten Behandlungsfalles richtig gehandelt wird.

Welche zahnärztlichen Behandlungen und Anästhesieformen können in Schwangerschaft und Stillzeit durchgeführt werden? Muss tatsächlich komplett auf Röntgen verzichtet werden? Diese und weitere „bohrenden Fragen“ beantwortet Ihnen Zahnärztin Dr. Maren Mittelhammer.

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Dr. Maren Mittelhammer

Zahnärztin

„Stillen ist die erste kieferorthopädische Behandlung!“

Die gesundheitlichen Vorteile des Stillens für Mutter und Kind sind seit langer Zeit bekannt. Interdisziplinär herrscht jedoch vor Allem Uneinigkeit.

Manche Quellen bringen das „prolongierte“ oder nächtliche Stillen zu Unrecht in den Verdacht frühkindliche Karies (ECC) zu begünstigen.

Der Vortrag zeigt die aktuelle Studienlage und die positiven Effekte des Stillens auf Zähne und Kiefer, den Einfluss von Ernährung und Beikost auf die Mundgesundheit und räumt Mythen um Schnuller und Co. aus.

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Dr. Karin J. Lebersorger

Klinische- und Gesundheitspsychologin

Das vorzeitige Ende einer Schwangerschaft birgt traumatisches Potential für Eltern und Kind. Die elterlichen Gefühle sind benennbar und benötigen Anerkennung und Begleitung. Die invasiven Erfahrungen des Babys in der vorsymbolischen Phase werden im Körpergedächtnis gespeichert und sind ihm meist nicht zugänglich. Ihre Integration in die Lebensgeschichte ist essentiell, damit sie später sein Erleben und Handeln nicht beeinträchtigen. Der Vortrag stellt dar, wie sich vorsprachliche Erlebnisse auswirken, und wie Eltern ermutigt werden können, Verbindungen zu ihnen herzustellen und sie bewusst zu machen.

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Dr. Karin J. Lebersorger

Klinische- und Gesundheitspsychologin

Wie in Patchwork-, Adoptiv- oder Pflegefamilien finden sich erweiterte familiäre Konstellationen auch nach Familiengründung mittels jener Formen assistierter Reproduktion, die biologisch Andere miteinbeziehen. Für die Entwicklung und Identitätsfindung der Kinder ist ein Wissen über alle an ihrer Entstehung und ihrem Aufwachsen Beteiligten und deren Integration in die Familiengeschichte unerlässlich. Ein offener Umgang wird durch unverarbeitete elterliche Gefühle häufig erschwert, sodass Familiengeheimnisse die Eltern-Kind-Beziehungen belasten. Im Vortrag wird dargestellt, wie alle im Frühbereich Tätigen dazu beitragen können, dass diese integrativen Prozesse gelingen.

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Christine Lorenz-Wiegand

Das Wort Beratung ist in aller Munde und wird seit dem G-BA Beschluss mit der Forderung nach psychosozialer Beratung in der Neonatologie so genau betrachtet wie noch nie.

  • Welche Inhalte in der Elternberatung?
  • Welche Inhalte in der psychosozialen Elternberatung?
  • Wie gestaltet sich unter „diesen Umständen“ eine gelungene Kommunikation im Sinne der Familien?

Gemeinsam tauchen wir 45 Minuten in die Welt der Beratung ein und setzen Puzzleteile zusammen, damit am Ende eine qualitätsorientierte Übersicht eines multiprofessionellen gemeinsamen Tuns ersichtlich wird.

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Dr. Herbert Renz-Polster

Dass Gestillt-Werden ein wichtiger Schutzfaktor gegenüber dem Plötzlichen Kindstod (SIDS) ist, ist in der Forschung unbestritten. Dieser Faktor dürfte das Risiko auf etwa die Hälfte reduzieren. Nur: wie wirkt dieser Schutzfaktor? Das ist bisher unklar. Es könnte sein, dass die mit Stillen verbundenen häufigeren Mutter-Kind-Interaktionen mit ihrem co-regulierenden Einfluss eine Rolle spielen. Dazu passt allerdings nicht, dass nach manchen Studien auch nur anfängliches „Kurzzeitstillen“ zu schützen scheint. Einen Hinweis könnte in der Beobachtung liegen, dass SIDS in der Neugeborenenzeit – also in der durch neonatale Schutzreflexe gekennzeichneten Entwicklungsphase – deutlich seltener ist als in den Monaten danach. Könnte es sein, dass Gestillt-Werden etwas mit dem „Einüben“ von die Atemwege absicherndem Schutzverhalten zu tun hat?

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Dr. Herbert Renz-Polster

Bedürfnisorientierte, bindungsorientierte oder beziehungsorientierte Erziehung kann als Großtrend der letzten zwei Jahrzehnte bezeichnet werden. Allerdings ist unklar, worin sich die Bedürfnisorientierung nun genau zeigt. Hier wird teilweise auf den evolutionsbiologischen Rahmen verwiesen („artgerecht“), teils auf bestimmte Haltungen in der Beziehungsgestaltung zu Kindern (achtsame Kommunikation, nicht schimpfen, nicht strafen usw.). Allerdings nehmen auch die Befürworter eher autoritäre Erziehungshaltungen für sich in Anspruch, sich an den Bedürfnissen der Kinder zu orientieren. Zu guter Letzt weist die Evolutionsbiologie darauf hin, dass im echten Familienleben immer auch eine Bedürfniskonkurrenz herrscht, und Bedürfnisse vielleicht gar nicht auf ihre volle Erfüllung angelegt seien. Was taugt nun also das Konzept der „Bedürfnisorientierung?

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Felicita Bonaszewski

Neugeborene sind auf neonatologischen Intensivstationen einer erhöhten Schallexposition ausgesetzt. Bei übermäßigem Lärm besteht die Gefahr, dass es zu Entwicklungsverzögerungen und Schädigungen des Gehörs kommt. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt daher eine maximale Schallexposition von 35 dB – dies entspricht einem geflüsterten Gespräch – anzustreben. Die tatsächlich gemessenen Schallpegel auf neonatologischen Intensivstationen liegen jedoch meist deutlich höher. Es benötigt daher Maßnahmen, um übermäßigen Schall zu reduzieren. 17 Studien an verschiedenen Kliniken konnten im Pflegealltag Maßnahmen zur Lärmreduktion identifizieren. Diese gliedern sich in technische, organisatorische und personenbezogene Maßnahmen.   Im Vortrag werden verschiedene Maßnahmen dargestellt und praktische Handlungsempfehlungen gegeben.

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Felicita Bonaszewski

Der transepidermale Wasserverlust ist für ein Frühgeborenes, welches vor der 32. Schwangerschaftswoche geboren wurde, von besonderer Bedeutung. Die Haut des Frühgeborenen konnte sich interuterin noch nicht vollständig entwickeln und muss diese Entwicklung extrauterin abschließen. Bis die Haut nach 28 Lebenstagen vollständig entwickelt ist, kommt es über die oberste Schicht der Haut, die Epidermis, zu einem Wasserverlust, welcher unter anderem zu Elektrolytverschiebungen und dem Austrocknen der Haut führt. Sie braucht daher besondere Pflege um extrauterin physiologisch reifen zu können. Es werden literaturgestützte Best Practice-Beispiel dargestellt, wie die Hautreifung im beschrieben Zeitraum pflegerisch unterstützt werden kann.

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